Sicherheitsrelevante Forschung und Dual Use: Handlungsempfehlungen für Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen

Termin(e) und Buchung

05.11.2026 Workshop Teil 2 Online
25.11.2026 Workshop Teil 1 Online

Die wichtigsten Informationen zur Veranstaltung auf einen Blick.

Veranstaltungsinfos

Was erwartet Sie?

Neue geopolitische Konfrontationslinien, das Erstarken antidemokratischer Kräfte in vielen Staaten, aber auch die Risiken innovativer Technologien (Dual Use) sowie die anhaltende Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen haben eine multiple Bedrohungslage für die innere und äußere Sicherheit hervorgebracht. Immer deutlicher werden die Rufe, die auch von der Wissenschaft einen Beitrag zur Gewährleistung von Sicherheit und zum Aufbau von Resilienz in unserer liberalen Gesellschaft erwarten – nicht zuletzt durch eine Ausweitung sicherheitsrelevanter Forschung im zivilen und nicht-zivilen Bereich.

Für Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen ergeben sich hieraus Herausforderungen, aber auch Chancen. Rechtliche Vorgaben (z.B. zur Exportkontrolle) müssen eingehalten, sicherheitsüberprüftes Personal und Infrastrukturen müssen aufgebaut und bürokratische Anforderungen (z.B. bei der Zusammenarbeit mit Sicherheitsbehörden) bewältigt werden. Zugleich bieten sich neue Möglichkeiten der Erweiterung des eigenen Forschungsprofils, der wissenschaftlichen Kooperation und der Einwerbung von Drittmitteln. In vielen Einrichtungen wird deren Nutzung die Weiterentwicklung der bisherigen Kultur einer strikten Friedensorientierung (manifestiert z.B. in Zivilklauseln) hin zu einem verantwortlichen Engagement in sicherheitsrelevanten Forschungsfragen erfordern. Diese Veränderungen benötigen bewusste Aushandlungsprozesse innerhalb der Organisation sowie ein professionelles Change Management.

In diesem Workshop erfahren Sie, wie Sie Ihre Hochschule oder Wissenschaftseinrichtung zielgerichtet und systematisch auf ein stärkeres Engagement in der sicherheitsrelevanten Forschung vorbereiten können und wie Sie bereits heute, z.B. im Rahmen der Exportkontrolle (Dual Use), damit umgehen sollten. Sie erhalten effektive und praxiserprobte Handlungsempfehlungen, die Ihnen helfen, die aufgezeigten Herausforderungen zu bewältigen sowie die nötigen Veränderungs- und Gestaltungsprozesse umzusetzen. Im Austausch mit dem Trainer sowie innerhalb der Teilnehmergruppe besteht die Gelegenheit, auch individuelle Konstellationen an Ihrer Einrichtung zu adressieren.

Termine

  • 05.11.2026, 09:00 – 13:00 Uhr        Workshop Teil 1 (online)
  • 25.11.2026, 09:00 – 13:00 Uhr        Workshop Teil 2 (online)

Das ZWM behält sich vor, die Veranstaltung bei zu geringer Teilnehmerzahl abzusagen.

Inhalte

  • Sicherheitsrelevante Forschung und Dual Use: Definition, Beispiele, Ziele, Rahmenbedingungen und Handlungsperspektiven
  • Herausforderungen und Chancen sicherheitsrelevanter Forschung für Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen (Überblick)
  • Handlungsempfehlungen zur Verankerung sicherheitsrelevanter Forschung in der eigenen Hochschule oder Wissenschaftseinrichtung:
    • Beachtung rechtlicher Rahmenbedingungen
    • Ethische Fragestellungen und deren Klärung (Leitlinien, Kommissionen, Evaluationsprozesse)
    • Auswirkungen auf Strukturen und Prozesse, Governance und Compliance
    • Spezielle Sicherheitsanforderungen und deren Umsetzung (z.B. Sicherüberprüfung von Personal und Infrastrukturen)
    • Förderprogramme zur sicherheitsrelevanten Forschung
    • Zusammenarbeit mit nicht-wissenschaftlichen Organisationen der zivilen und militärischen Sicherheit sowie mit Sicherheitsbehörden
    • Einrichtungsübergreifende Kooperationen in der sicherheitsrelevanten Forschung, Core Facilities und Innovation Hubs
    • Sicherheitsrelevante Forschung als Kulturveränderung: Verständigungsprozesse innerhalb der eigenen Einrichtung, Umgang mit Zivil- und Friedensklauseln, Change Management
  • Case Studies, Good-practice Beispiele
  • Arbeit an Fallkonstellationen der Teilnehmenden
  • Diskussion, Erfahrungsaustausch, Netzwerkbildung

 

Was nehmen Sie mit?

Als TeilnehmerIn dieses Workshops

  • entwickeln Sie ein ganzheitliches Verständnis zu Zielen, Rahmenbedingungen, Herausforderungen und Chancen der sicherheitsrelevanten Forschung,
  • erfahren Sie, wie Sie sicherheitsrelevante Forschung zielgerichtet und wirksam in Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen verankern können und was Sie dabei zu beachten haben,
  • erhalten Sie wertvolle Umsetzungshinweise für die eigene Einrichtung mit ihren spezifischen Rahmenbedingungen,
  • entwickeln Sie ein Gespür für das erfolgreiche Ausbalancieren von Forschungsfreiheit, gesellschaftlicher Erwartung und ethisch-verantwortlichem Handeln in diesem Zusammenhang,
  • erweitern Sie Ihr berufliches Netzwerk.

 

Ihr Hintergrund

Sie sind an verantwortlicher Stelle mit Fragen der sicherheitsrelevanten Forschung an Ihrer Hochschule oder wissenschaftlichen Einrichtung betraut und möchten ein ganzheitliches Verständnis für die damit verbundenen Umsetzungsaspekte erwerben. Angesprochen sind gleichermaßen WissenschaftlerInnen, WissenschaftsmanagerInnen sowie ExpertInnen aus Verwaltungs- und Stabsstellen wie z.B. ForschungsmanagerInnen, IT-Fachleute, Sicherheitsbeauftragte, Angehörige von Ethikkommissionen, OrganisationsentwicklerInnen u.a.m.

TrainerInnen

Herr Jan Gerken, Kanzler der Technischen Universität Dresden

Preis

Veranstaltungsgebühr 690,- Euro

für Beschäftigte aus ZWM-Mitgliedseinrichtungen 552,- Euro

Die Veranstaltungsgebühren des ZWM sind nach § 4 Nr. 21 a) bb) Umsatzsteuergesetz (UStG) von der Umsatzsteuer befreit. Für Tagungspauschalen fällt die gesetzliche Umsatzsteuer an. Angaben zur Preisgestaltung finden Sie in unseren AGB.

Kontakt

Henning Rickelt
Geschäftsführer
015776292375
rickelt@zwm-speyer.de

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