Insights zur Kooperation FORTRAMA-ZWM: Dr. Christine D. Schmidt im Gespräch mit ZWM-Geschäftsführer Henning Rickelt

Dr. Christine D. Schmidt, Mitglied des FORTRAMA-Vorstands, im Gespräch mit ZWM-Geschäftsführer Henning Rickelt über die Vorteile der intensivierten Zusammenarbeit zwischen FORTRAMA und ZWM und die beiden Forschungsmanagement-Lehrgänge.

 

Liebe Frau Dr. Schmidt, FORTRAMA wird künftig noch enger mit dem ZWM kooperieren. Wie sieht diese Kooperation aus und was beinhaltet sie?

Die Zusammenarbeit zwischen dem ZWM und FORTRAMA ist keineswegs neu – sie besteht bereits seit geraumer Zeit und hat sich insbesondere in den beiden Lehrgängen „Forschungsmanagement“ und „Forschungsmanagement Advanced“ bewährt. In diese Angebote fließt das Know‑how von FORTRAMA kontinuierlich ein, und zum Teil stellen wir als FORTRAMA auch die Trainerinnen, die die Kurse durchführen. Neu ist jedoch, dass wir diese langjährige Partnerschaft nun durch eine Kooperationsvereinbarung formalisieren und damit auf eine vertragliche Grundlage stellen. Durch die offizielle Regelung wird die Zusammenarbeit planbarer und bietet beiden Seiten rechtliche Sicherheit.
Ein unmittelbarer Mehrwert für unsere Mitglieder ergibt sich daraus, dass diese im Rahmen der neuen Vereinbarung einen Rabatt von 20 % auf die beiden Forschungsmanagement‑Lehrgänge erhalten. Dieser Preisnachlass macht die Angebote für unsere Mitglieder noch attraktiver.
Ein weiteres Zeichen der intensivierten Kooperation ist, dass ZWM und FORTRAMA wechselseitig eine Mitgliedschaft bei der jeweils anderen Organisation erworben haben. Damit zeigen beide Einrichtungen nicht nur ihr Vertrauen ineinander, sondern schaffen zusätzliche Vernetzungs‑ und Austauschmöglichkeiten. Wir freuen uns darauf, über die intensivierte Zusammenarbeit noch mehr Nutzen für unsere Mitglieder zu schaffen.

Lieber Henning Rickelt, wer bringt was ein in die Kooperation?

Kooperationen fußen auf gegenseitigen Win-Win-Situationen für die Kooperationspartner. In unserem Fall ergibt sich dieser gegenseitige Mehrwert aus der Ausrichtung der beiden Organisationen FORTRAMA und ZWM und ihrer jeweiligen Stärken:

FORTRAMA ist der Berufsverband der Forschungs- und TransfermanagerInnen im deutschsprachigen Raum. Hier sind die PraktikerInnen versammelt, die das geballte Fach- und Erfahrungswissen des Berufsfelds verkörpern. Sie wissen, vor welchen Herausforderungen die Kolleginnen und Kollegen in der Praxis stehen und welches Know-how benötigt wird, um diese wirksam zu bewältigen.
Das ZWM wiederum als Fördereinrichtung für das Wissenschaftsmanagement insgesamt, zu dem auch das Forschungsmanagement zählt, ist getragen von den Einrichtungen des Wissenschaftssystems. Wir bieten vor allem Leistungen in den Bereichen Weiterbildung, Beratung und Vernetzung an und haben die Ressourcen, schnell erstklassige Formate zu konzipieren und durchzuführen. Das ZWM kann dabei auf hervorragendes methodisches Know-how und Erfahrungen aus seinen vielen anderen Lehrgängen und Veranstaltungen zurückgreifen. Wir beteiligen uns aber auch inhaltlich an der Weiterentwicklung des Wissenschaftsmanagements – im Bereich des Forschungsmanagements beispielsweise durch unser Engagement in den aktuellen EU-Projekten zur Professionalisierung des Berufsfelds.

Durch das Zusammenführen dieser Stärken sind wir in der Lage, exzellente Formate zu entwickeln, die teilnehmenden ForschungsmanagerInnen einen echten Mehrwert für ihre berufliche Karriere bieten.

Frau Dr. Schmidt, was bieten die beiden Forschungsmanagements-Lehrgänge, die Sie gemeinsam mit dem ZWM durchführen?

Die Lehrgänge „Forschungsmanagement“ und „Forschungsmanagement Advanced“ bilden derzeit die grundlegenden Qualifizierungen in unserem Berufsfeld. Sie vermitteln Kolleginnen und Kollegen nicht nur ein fundiertes Fachwissen, sondern auch eine breit gefächerte Praxisorientierung, die sie optimal auf die vielfältigen Anforderungen ihrer täglichen Arbeit vorbereitet. Im Lehrgang „Forschungsmanagement“ bin ich selbst – gemeinsam mit Astrid Schmitz und Dr. Maren Zempel‑Gino – Teil des Trainerinnen‑Teams und wir bringen somit unsere Erfahrung direkt in die Vermittlung der Inhalte ein. Das betrifft z.B. Themen wie die Fördermittellandschaft, die unmittelbar damit zusammenhängenden administrativen Abläufe innerhalb der Hochschulen im Spannungsfeld zwischen Controlling und Service; darüber hinaus auch sehr konkrete Prozesse rund um die Bearbeitung von Anträgen (von der Recherche nach Förderung bis zur Bewilligung) sowie den wichtigen Bereich der Beratungskompetenz.

Zusammen mit dem ZWM werden wir diese beiden hervorragenden Weiterbildungsangebote kontinuierlich weiterentwickeln. Ziel ist es, die Qualifizierung im Forschungsmanagement stets am Puls der Zeit zu halten und flexibel an aktuelle Herausforderungen und neue Entwicklungen anzupassen. Durch diese enge Kooperation können wir sicherstellen, dass die Lehrgänge auch künftig den höchsten Qualitätsansprüchen gerecht werden und unseren Teilnehmenden einen nachhaltigen Nutzen für ihre berufliche Praxis bieten.

Haben Sie ein persönliches Lieblings-Thema aus dem breiten Spektrum der vermittelten Forschungsmanagement-Inhalte?

Aktuell beschäftigen sich die Forschungs- und Transfermanger*innen in unserem Netzwerk in vielen Arbeitsgruppen mit dem Thema KI, das unseren Arbeitsalltag an vielen Stellen schon sehr stark verändert hat. Die Möglichkeiten von KI für unseren konkreten Arbeits- und Beratungsalltag in allen Themenbereichen der Lehrgänge und Weiterbildungen werden dementsprechend aufgegriffen und diskutiert.

Herr Rickelt, welche weiteren Pläne für die Kooperation FORTRAMA-ZWM gibt es?

Vorstellbar ist für die Zukunft eine Ausdehnung auf weitere Formate der Qualifizierung, Beratung und Vernetzung im Forschungsmanagement. Hier werden ZWM und FORTRAMA künftige Möglichkeiten ausloten und auch den einen oder anderen „Versuchsballon“ aufsteigen lassen.
Ein wichtiger nächster Schritt wird auf jeden Fall der Aufbau und die nachhaltige Pflege einer Alumni-Community aus unseren gemeinsamen Formaten sein.

Vielen Dank für das anregende und informative Gespräch.



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